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Rund um Erfte

Nachdem wir in diesem Sommer die Vereinsfahrten nach Schleimünde, zur Flensburger Förde und die Touren von Årøsund aus sehr genossen haben, lockte nun am Saisonende das Binnenland. Werner Rathje lud ein zu einer Rundfahrt auf Alter Sorge (welch ein Name!) und Untereider. Marschland! Wird die Landschaft nicht zu eintönig sein?

Hinfahren, angucken.

 

Am Freitag Abend, stellen wir unser Zelt neben Werners Wohnwagen auf den sonst leeren Rasenplatz des Campingplatzes von Bargen auf. Doro aus Preetz hat leckeren Pflaumenkuchen gebacken, den wir im Abendsonnenschein genießen. Als es kühl wird, machen wir es uns im Wohnwagen gemütlich. Welch ein Luxus! Am Sonnabend morgen laden wir unsere Boote auf Werners Bus und fahren zur Badestelle von Meggerdorf an der Alten Sorge. Dort wartet schon Matthias. Sonja, Ortwin, Bente und Claudia kommen auch bald.

 




Auf der Alten Sorge

Bald sitzen alle in den Booten und nachdem Werner die Richtung angegeben hat, paddeln wir in den sonnigen Morgen. Weiter Himmel, Stille, strahlendes Wetter - ein Genuß, in aller Ruhe vor sich hin zu paddeln! Die -wenigen- Wasservögel haben einen sehr großen Fluchtabstand. Sie sind keine Kajakfahrer gewohnt, da nur für 5 Fahrten pro Jahr eine Befahrungsgenehmigung für diesen Flußabschnitt vergeben wird. Zum Glück hatte Werner sich frühzeitig darum gekümmert.

 

Der Fluß ist breiter als ich gedacht hatte und der Blick kann weit über die Landschaft schweifen. Nach angemessener Paddelzeit landen wir an der Badestelle von Fünfmühlen. Dort lagern wir genüßlich in der Sonne. Matthias badet sogar, Bente will es ihm nachmachen, verzichtet dann aber doch lieber auf das Untertauchen.

 

Bei der Weiterfahrt bewundern wir die verschiedenen Pflanzenarrangements auf den Pfählen, die zur Uferbefestigung vor längerer Zeit eingerammt wurden - keine Floristin hätte das schöner gekonnt.

 

An der Steinschleuse haben wir etwas Mühe, die Boote aus dem Wasser zu bekommen. Aber in der anschließenden Pause holen wir uns wieder Energie für die Weiterfahrt auf der Eider. Dieses ist eine Bundeswasserstraße - man sieht es an den Kilometersteinen und an den Motorbooten, die plötzlich auftauchen. Hohe Pappeln säumen den recht breiten Fluß. Von Strömung ist auch hier nichts zu merken.

 

Nach dem Anlanden am Campingplatz Bargen und dem Zurückholen der Autos genießen wir alle zusammen noch ein Stück Kuchen im Sonnenschein. Außer Werner, Doro, Gerd und mir fahren alle nach Hause.

 

Recht taten sie, denn nebenan stieg eine große Fete von russischen Jugendlichen. So gegen 2 Uhr war die Musik (sie nannten den Lärm wohl so) endlich still.

 

Sonntag morgen bedeckter Himmel - Jackenwetter. Wir paddeln zu viert die Eider aufwärts, vorbei an einer Fähre - in Tielen an der Badestelle freuen wir uns über unseren warmen Tee. Es ist windig und nur 16 Grad warm. Also wieder in die Boote und die 7 km zurückgepaddelt. Gegen 13.00 Uhr sind wir zurück in Bargen und als nach dem Einpacken und Aufladen auch noch alle Kuchenreste vertilgt sind, fahren wir befriedigt nach Hause.

 

Dieser verhangene Tag war wahrscheinlich die normale Stimmung für die untere Eider. Aber was ich in Erinnerung behalten werde, ist der sonnendurchglühte weite Himmel und die Ruhe der Sorge. Eine Stimmung wie bei den Halligen, nur ohne den Druck von Ebbe und Flut, schlechtem Wetter und langen Strecken.

 

Danke Werner.

 

Gerda

 


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