Am 1. November ging es früh morgens zu unserem Startpunkt Burgstaaken auf Fehmarn. Die Wetterbedingungen waren der Jahreszeit entsprechend relativ gut, Temperatur um 8°C und südliche Winde mit einer Stärke von 4 Beaufort. Trotz alle dem war Schutzbekleidung angesagt, warme Funktionsunterwäsche und darüber den Trockenanzug. Wie auch auf anderen Touren kam bei uns, eine gewisse Hektik, innere Unruhe und Vorfreude auf. Schnell wurde alles in den 5 Seekajaks verstaut und unserer Törn konnte beginnen.
Gleich in der Ausfahrt vom Burger Binnensee ging es schon gut zur Sache. Bedingt durch den südlichen Wind rollten ordentliche Wellen auf aus zu. Auf westlichen Kurs ging es an der Fehmarner Küste entlang. Nun kamen die Wellen direkt von der Seite. Hier in der aufgewühlten See konnten die Seekajaks so richtig zeigen was in ihnen so steckt. Im flotten Tempo war die Fehmarn Sund Brücke passiert und mit Kurs 305° fuhren wir über die Orther Bucht. Wir alle sehnten den nächsten Kurswechsel herbei, denn die ständig von der Seite kommenden Wellen, wurden allmählich lästig. Endlich war es so weit, ab Flügger Strand ging es in Richtung Norden. Durch manchen guten Surf der nun achterlich anrollenden See war die Nordspitze Fehmarns schnell erreicht. Nach der Umrundung der Markelsdorfer Huk gelangten wir in den Windschatten der Insel. Im deren Schutz paddelten wir unserem Übernachtungsplatz entgegen.
Dort angekommen, wurden rasch die Zelte aufgebaut und zum Schutz gegen den Wind ein Tarp gespannt. Und dann kam der angenehme Teil einer Paddeltour, das Essen und Trinken. Ein jeder war neugierig darauf, was der andere auf seinem Trangia oder Gaskocher kochte. Neben Suppen, Nudeln mit Rahmsoße gab es selbst gemachte Eierpfannkuchen. Um uns besser gegen die Kälte zu schützen, gab es jede Menge Glühwein und Tee mit Rum. Mit glühenden Kopf und der nötigen Bettschwere gingen alle zeitig in ihre Schlafsäcke.
Um 7.00 Uhr morgens hieß es aufstehen. Nach einem guten Frühstück wurden die Boote klar gemacht. Im Morgendunst konnte man schon den Hafen von Puttgarden erkennen. In der Hafenausfahrt war Vorsicht geboten, denn die Fähren sind sehr schnell da. Nachdem wir an Marienleuchte vorbei waren, fuhren wir südöstlich immer im Windschatten der Steilküste entlang. Nach der Umrundung von Staberhuk gab es zur Belohnung schönen Wellengang von der Seite und strahlenden Sonnenschein von oben.
Zufrieden und auch ein bisschen Stolz, die 60 km lange Strecke bewältigt zu haben, endete unsere Fahrt im Burgstaakener Hafen. Alle waren sich einig, dass man diese schöne Paddeltour wiederholen sollte.
Thomas S.
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