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Klausdorf - Rothenhusen in acht Tagen

Hurra, endlich Urlaub. Eine Woche nur paddeln, Sonne, Wind und Meer. Dieses Jahr haben Olaf und ich uns vorgenommen, von Klausdorf aus immer an der Ostseeküste in Richtung Osten zu paddeln. Am Freitag den 04.08.06 trafen wir uns am Bootshaus. Und immer das gleiche Problem "Wie soll ich das nur alles mitbekommen?". Doch erstaunlicher Weise verschwand alles in den Booten. Bei schönem Wetter und Wind aus Nord-Ost begann unsere Reise. Ab dem Kieler Hafen ging es in flotter Fahrt, zum Ausgang der Kieler Förde. Ab Heidkate sollte dies sich aber ändern, Wind und Wellen nahmen zu. Die letzten Kilometer bis zum Schönberger Strand wurden anstrengend. Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz Hasselkrug, der gleich hinter dem Deich liegt.



Der nächste Morgen bescherte uns starken, auflandigen Wind mit hohen Wellen in der Brandungszone. Mit kräftigen Paddelschlägen durchfuhren wir die Brandungszone und gingen weiter draußen auf östlichen Kurs. Hinter Hohenfelde beginnt der Truppenübungsplatz Todendorf. Das Sperrgebiet erstreckt sich über mehrere Kilometer. Da wir mittlerweile Wellen von 1m Höhe hatten, beschlossen wir im geschützten Lippener Hafen eine ausgiebige Pause einzulegen. Gut ausgeruht fuhren wir direkt auf Weissenhäuser Strand zu. Nach mühseliger Bootsschlepperei durch die Dünen erreichten wir den überfüllten Campingplatz.


Am 3. Tag waren Wind und Wellen so ungünstig, dass wir nur 6km schafften. Früh am Tag schlugen wir unser Lager in Neuteschendorf auf.

 

Der folgende Tag war auch nicht besser, Wind aus Nord mit 5 Beaufort. Mittlerweile war dies der 3. Tag mit starkem Nordwind. Im gebührenden Abstand zur Brandungszone fuhren wir an der Küste entlang. Hinter der Fehmarnsund - Brücke gab es ruhiges Wasser und achterlichen Wind. Unter diesen Bedingungen hatten wir ein Etmal von 34 km. Abends zog ein schweres Gewitter auf, dass wir gemütlich von einer Pizzeria aus beobachteten.

 

Die fünfte Tagesetappe führte uns an den schönen Stränden der Lübecker Bucht entlang, nach Pelzerhaken, unserem nächsten Übernachtungsort.

 



6. Tag: Kurzer Abstecher in den Neustädter Hafen. Vorbei an Sierksdorf, Haffkrug, Scharbeutz, Timmendorf, Niendorf und dem malerischen Brodtener Steilufer. In Travemünde steuerten wir den Zeltplatz des LKV auf dem Priwall an. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf die Viermastbark Passat und auf das geschäftige Treiben im Seglerhafen. An diesen Abend beschlossen wir unser Ziel zu ändern, statt  nach Warnemünde nach Lübeck zufahren.

 

Mittlerweile geübt im Packen der Boote ging es am nächsten Tag die Trave aufwärts. Wir waren sehr erstaunt über die Schönheit der Landschaft links und rechts der Trave. Ab der alten Herrenbrücke war es jedoch vorbei mit der schönen Natur. Auf den letzten Kilometern bis Lübeck machten viele Industriegebiete die Trave nicht sehr attraktiv.

Über die Obertrave, vorbei an der Altstadt, umrundeten wir Lübeck. An der Übersetzstelle zur Wakenitz liegt das Vereinsgelände des LKV, wo wir die Nacht über blieben.



Den letzten Tag unserer Tour, paddelten wir auf der Wakenitz. Dieser Fluss zählt zu den schönsten Flusslandschaften in Schleswig - Holstein. Durch die ehemalige Grenze wurde das Flusstal sich selbst überlassen, wodurch sich eine einzigartige Fauna und Flora entwickeln konnte. Nach einem kleinen Abstecher zur Badestelle des Ortes Utecht, beendeten wir unsere Reise am Rothenhusener Fährhaus.

 

Thomas S.


Wir sind Mitglied im Deutschen Kanuverband und im Landeskanuverband Schleswig-Holstein.
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