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Hamburg meine Perle. Oh du wunderschöne...
Endlich waren wir dieses Jahr seit langem einmal wieder in Hamburg zur Alster-Grachten-Fahrt. Nach frühmorgendlicher Abfahrt am Kanuheim trafen dann, passend zur Wiederaufnahme der Hamburg-Tradition, in Hamburg beim VFL93 auf ganz alte Bekannte. Neben Martin und Benni kamen nun noch Gigi und Keading dazu - ganz wie in alten Zeiten. Apropos Tradition und alte Zeiten - erst nachdem jeder von Gigi die obligatorische Bagger-Geschichte zu hören bekam, konnte es dann auch losgehen - manche Sachen ändern sich nie.
Mit 2 Kanadiern, Segel und Wikinger-Helmen waren wir definitiv die größte Attraktion auf der Außen-Alster - das zeichnete sich schon ab, als mich die nette Startkarten-Ausgeberin fragte, warum wir denn nur 2 Boote angemeldet hätten und dass das ja gar keinen Sinn machte. Nach einigen Fotoposen für andere Paddler und Gesängen wurde dann das Segel gehisst und beim anschließenden Schleusen lauschten wir - mit geschätzt hunderten anderen Paddlern - einem Mundharmonika-Konzert eines Mitfahrers.
Nach der Schleuse wurde es dann spannender. Wir waren schließlich angekommen im Hamburger Hafen:
Und der Hafen der ist das Herz, die Bassline...
Auf - für unseren Gewohnheiten - rieeeeesigen Wellen ging es bis zur Rickmer-Rickmers und dann schnell wieder zurück in ruhigere Gewässer. Ein Dank an dieser Stelle an die hamburger Barkassen-Fahrer, die durch ihre Heckwellen sehr rücksichtsvoll keinerlei Paddler gefährdeten.
Nach einer kleineren Abkürzung waren wir dann gleich die ersten in der Schleuse auf dem Rückweg nach Norden und auch am Zwischenstopp beim Hamburger KC standen wir, nach kleineren Makita-Kommunikationsproblemen, ganz vorne in der Schlage für leckere Erbsen- und Kartoffelsuppe.
Auf dem Rückweg zum VFL ging es dann durch klitzekleine Kanäle, in denen man sogar vom Boot aus Eis bestellen konnte. Verrückt diese Hamburger. Was ihnen vielleich aber auch nicht ganz so gut tut, wie man an einem Exemplar sah, das sich vor unseren Augen dazu entschloss, unfreiwillig baden zu gehen. Vielleicht wurde er aber auch von der gegenüber liegenden venezianischen Gondel und den daneben drapierten rosanen Mietbooten beeinflusst. Auch wir mussten uns bei diesem Anblick beherrschen und fuhren mit gemischten Gefühlen vorüber.
Hiernach dauerte es dann auch nicht mehr lang. Die 23 km waren bald geschafft. Aber wir hatten erstaunlicher Weise auch beim - etwas engen und durch andere Leute behinderten - wieder Aufladen der Boote noch immer strahlenden Sonnenschein. Was im Oktober ja nicht unbedingt normal ist, aber mal wieder beweist:
Denn dort im Süden von der Elbe,
da ist das Leben nicht dasselbe.